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Brevet „Zu den Plöner Seen“ und Gravel-Nord – Nachlese

Brevet 2026 - StartIn den frühen Morgenstunden zogen noch Gewitterschauer über Hamburg, aber rechtzeitig für die Anfahrt zum Brevet war es zum Glück wieder trocken. Die Harburger berichteten von nassen Straßen bei der Hinfahrt. Ich hatte nur trockene Straßen. Um kurz vor 7 Uhr traf ich am Goethe Gymnasium ein, wo meine Vereinskollegen Georg und Klaus R. und freundlicherweise ein Teilnehmer aus Schleswig dabei waren, das Zelt aufzubauen. Nachdem wir uns wunderten, wo die anderen waren, stellte sich heraus, dass auf der anderen Seite des Gebäude Start & Ziel war und somit trugen wir zu viert das Pavillonzelt gemeinsam rüber. Nach der Anmeldung starteten die ersten Teilnehmer um kurz nach 7 Uhr auf die langen Strecken. Nach und nach gingen die insgesamt 51 Teilnehmer auf die 4 Rennrad- oder 3 Gravel-Strecken.

Brevet 2026 - Gravel NordIch hatte mich aufgrund der Hitze für die Gravelstrecke über 75 Kilometer entschieden. Zusammen mit Klaus R. und Coco Rennradkatze fuhren wir kurz nach 8 Uhr los und landeten gleich in die erste Baustelle 🚧 an der Elbgaustraße. Die ersten Kilometer durch die Stadt waren mit vielen unbefestigten Schleichwegen gespickt, die man auf den ersten Blick kaum erahnen konnte. Dementsprechend waren wir happy, Coco dabei zu haben, weil sie Teile der Strecken kannte von ihren Streifzügen mit dem Gravelbike durch die Stadt 😎. Nach 20 Kilometern teilten sich am Flughafen die Strecken: links 75 km und rechts 85 & 100 km. Unsere Strecke war super abwechslungsreich: Champagner Gravel, unbefestigte Pfade, Waldwege, Schotter, Sand, Single-Trails durch den Wald mit Quer-Wurzeln und meist ruhige Asphaltwege zum Durchatmen und Trinken. Dabei ging einem echt das Gravelherz auf. Unvorhergesehene Rodungsarbeiten vom Vortag konnten wir mit ein wenig Hike a Bike lösen.

Da es in der Nacht geregnet hatte, gab es unterwegs reichlich Pfützen und als wir als wir bei der Landbäckerei Matthiesen in Kisdorf eintrafen, waren unsere Beine entsprechend etwas dreckig, aber nicht so krass, dass wir nicht rein durften. Beim Bäcker lösten wir unseren Gutschein ein und trafen auf Ralf von Germania. Brevet 2026 - Gravel NordUnter dem Genuss von Kaffee ☕️ und leckerem Kuchen 🍰 klönten wir ein wenig und machten uns dann gemeinsam auf die ca 30 Kilometer Heimweg. Der Rückweg verlief direkter zum Ziel. Er hatte zum Schluss in der Stadt leider einen etwas höheren Asphalt-Anteil und war somit etwas schweißtreibender als auf den schattenreichen Waldwegen, aber im Großen und Ganzen war auch diese Strecke wunderschön 🤩 Mit vielen tollen Ausblicken unterwegs hat die ganze Strecke mich echt geflasht⚡️Da wir ein für mich sehr zügiges Tempo in der Gruppe gefahren sind, habe ich leider nur wenig fotografiert. Wie das manchmal so ist.

Brevet 2026 - ZielAm Ziel habe ich mich hinterher noch ziemlich lange aufgehalten, weil es ein sehr schattiges Plätzchen war, die Sonne hoch stand und die Temperaturen doch im Laufe des Tages in die Höhe geschossen waren. Unter dem Genuss von kühlen Getränken tauschten wir uns mit den anderen Teilnehmenden aus und nach und nach kamen alle wohlbehalten zurück ins Ziel. Alle Teilnehmende hatten ihre eigenen Geschichten erlebt und berichteten davon. Als noch auf die letzten gewartet wurde, haben Klaus Taube, unser Kassenwart, und ich den Heimweg in Angriff genommen. Das dauerte länger als gedacht, weil Klaus noch kurz vor Ende der Elbgauer Baustelle einen Platten hatte. So mussten wir noch Schlauch und Reifen wechseln. Und – es gibt sie noch: ein Autofahrer fragte uns, ob wir alles dabei haben und er helfen könne. Manchmal gibt es doch Wunder auf Hamburgs Straßen.

Fazit des Tages: wunderschöne von Michael Heinz gescoutete Strecken, leckeres von Georg organisiertes Essen, traumhaftes Wetter, viel Spaß und happy Faces bei allen Teilnehmenden! Was will man mehr als Verein…

Text: Sandra Riemersma, Bilder: Nicolé Dreyer, Michael Heinz, Georg Walke, Christian Walter

Brevet 2026 - RennradWas kann man als einfacher Straßen-Rennradfahrer dem noch hinzufügen? Auch die ebenfalls von Michael gescouteten Straßenstrecken über 120, 160, 190 und 215 km waren jeweils landschaftlich sehr reizvoll, in weiten Teilen herrlich ruhig, die 190er und 215er wurden mit tollen Aussichten auf den Plöner See und Päuschen im Strandbistro Bosau belohnt. Und der Kuchen in der Bäckerei Matthiessen hat uns allen ebenfalls hervorragend gemundet.

„Nächstes Jahr unbedingt wieder!“ war die einhellige Meinung aller Aktiven. Nur die Platten während der Fahrt bzw. danach (bei mir, s.o.) wurden von allen Leidgeplagten als überflüssig empfunden.

Text: Klaus Taube, Bild: Christian Walter

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